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Informationen

Das neue Coronavirus im Überblick

Krankheitserreger

Die Coronaviren sind seit langem bekannte Krankheitserreger tierischer Herkunft. Sie verursachen beim Menschen Erkrankungen der Atemwege.

Epidemiologie

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist erstmals im Dezember 2019 in China aufgetaucht. Seitdem hat es eine weltweite Epidemie verursacht, da der Erreger sehr ansteckend ist und in der Bevölkerung noch keine Immunität vorliegt. Die Fallzahlen sinken momentan in China, steigen jedoch in Europa stark an.

Übertragung

Das neue Coronavirus überträgt sich vor allem bei engem und längerem Kontakt, d.h. wenn man sich während mindestens 15 Minuten weniger als 2 Meter entfernt von einer kranken Person aufhält. Der Virus überträgt sich durch Speicheltröpfchen, wenn eine kranke Person hustet oder niesst, oder durch Kontakt mit Oberflächen, welche kurz vorher durch Speicheltröpfchen kontaminiert wurden. Es überträgt sich nicht ohne direkten Kontakt mit Speicheltröpfchen, da es nicht frei in der Luft schwebt.

Inkubation

Die Zeit zwischen Ansteckung und Erscheinen der ersten Symptome beträgt meistens 5 bis 14 Tage. Wenn eine Person an einer viralen Infektion der Atemwege erkrankt (Husten, Fieber), ist die Ansteckungsgefahr wahrscheinlich am höchsten, wenn die Symptome am stärksten ausgeprägt sind. Es ist wahrscheinlich, dass man bereits vor Erscheinen der Symptome ansteckend ist.

Klinik

Die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit heisst COVID-19. Sie äussert sich meist durch einen grippalen Infekt mit Fieber oder Husten, der einige Tage, jedoch auch 2-3 Wochen dauern kann. Bei jungen, gesunden Menschen und besonders Kindern hat die Krankheit grösstenteils einen milden Verlauf. Sie kann jedoch schlimmer ausfallen bei älteren oder Menschen mit chronischen Krankheiten. Momentan schätzt man die Sterblichkeit des neuen Coronavirus zehn mal höher als die Sterblichkeit der saisonalen Grippe.

Risikogruppen

Personen, die 65 Jahre alt oder älter sind, oder die an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder einer Herz- oder Lungenerkrankung leiden, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, schwere Komplikationen zu erleiden, welche zum Tod führen können. Ein stabiles allergisches Asthma wird nicht als Risikofaktor betrachtet. Schwangere gehören nicht zur Risikogruppe. Zur Vorsicht sollten die Präventionsmassnahmen jedoch strengstens befolgt werden.

Kinder

Kinder haben das gleiche Risiko wie Erwachsene, sich mit dem neuen Coronavirus anzustecken. Sie haben leichtere Symptome (Husten oder Fieber) als Erwachsene oder womöglich gar keine. Sie können jedoch das Virus auf andere übertragen, selbst wenn bei ihnen keine Symptome auftreten (gesunder Träger). Aus diesem Grund haben die Behörden die Schliessung aller Schulen beschlossen.

Behandlung

Es gibt keine empfohlene Behandlung der Krankheit Covid-19. Zwei klinische Studien weisen darauf hin, dass Chloroquin die Ausscheidung des Virus durch die Nase sowie das Komplikationsrisiko und die Krankenhausaufenthaltsdauer reduzieren könnte. Antivirale Wirkstoffe wie Remdesivir oder Lopinavir/Ritonavir werden momentan untersucht. Ergebnisse sollten bald zur Verfügung stehen.

Prävention

Wenn man die offiziellen Empfehlungen zur Hygiene beachtet, ist das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken, deutlich reduziert. Man sollte daher mehr als 2 Meter Abstand zu anderen Personen halten, dies - wenn möglich - auch zu Hause. Zudem sollte man sich die Hände waschen, bevor und nachdem man sein Gesicht oder Gegenstände, die von vielen Menschen benutzt werden, berührt hat. Ausser den Hygienemassnahmen und der sozialen Distanzierung gibt es kein anderes effizientes Mittel (Medikamente, Pflanzen), um sich vor dem Virus zu schützen. 
Gesunde Menschen sollten in der Öffentlichkeit keine Hygienemasken tragen. Diese schützen eine gesunde Person nicht aussreichend vor einer Infektion, da sich Speicheltröpfchen trotzdem auf dem Rest des Gesichts und den Händen verteilen können, und somit auf die Maske gelangen können. Eine Maske zu tragen, kann daher zu einem falschen Gefühl der Sicherheit führen.

CoronaCheck - der Hintergrund

Coronacheck entstand im März 2020, in Zusammenarbeit zwischen der Poliklinik für Tropen-, Reise- und Impfmedizin und Informatikern des IT-Teams von Unisanté. Dank ihrer langen Erfahrung in der Entwicklung von Algorithmen für klinische Entscheidungen, konnten diese Experten in Infektiologie, Allgemeiner Innerer Medizin, öffentlicher Gesundheit und Informatik ein digitales Werkzeug entwickeln, welches die Öffentlichkeit und die medizinischen Fachpersonen in wenigen Mausklicken über die, ihrer Situation angepassten, Empfehlungen und das weitere Vorgehen informiert. Der Algorithmus des CoronaChecks verwendet die offiziellen Empfehlungen des Bundesamt für Gesundheit (Webseite) sowie Fachlitteratur und aktuelle medizinische Erkenntnisse.

Unisanté, ein Wegbereiter digitaler Gesundheit

CoronaCheck ist Teil der Entwicklung von Algorithmen zur klinischen Entscheidungsfindung und anderer Werkzeuge der digitalen Gesundheit, in welcher Unisanté eine wegbereitende Rolle einnimmt. Die Arbeit im Bereich der Hausarztmedizin, die Unisanté seit 15 Jahren vorantreibt, hat es ermöglicht, erfolgreiche Werkzeuge für die klinische Praxis zu entwickeln - für eine moderne und personalisierte Medizin.

Die Übersetzung der CoronaCheck Webseite in 10 Sprachen wurde dank der ehrenamtlichen Mitarbeit von Studenten in Pflege und Medizin des Vereins METIS sowie Ärzten.innen von Unisanté und CHUV ermöglicht.

Das Prinzip hinter coronacheck

Unser Algorithmus ist eine Anpassung der offiziellen Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit. Das Prinzip hinter unserem Tool kann frei eingesehen werden, indem Sie diesem Unser Algorithmus ist eine Anpassung der offiziellen Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit. Das Prinzip hinter unserem Tool kann frei eingesehen werden, indem Sie diesem Link folgen.